Die Federgabel auf eine Tour vorbereiten

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Mountainbike TourWer eine längere Biketour plant, sollte sich kurz Zeit nehmen und die Federgabel überprüfen. Auch wenn das Bike einige Zeit stand und nicht bewegt wurde, sind die folgenden Tipps sinnvoll. Wir sagen euch, worauf es zu achten gilt.

Bevor es mit der Tour losgeht ist es empfehlenswert, das Fahrrad füreinige Minuten oder wenige Stunden auf den Kopf stellen. Dadurch verteilt sich das Öl komplett in der Gabel, die Dichtungen sowie Buchsen werden besser geschmiert. Bei einigen Modellen kann sich dadurch das Ansprechverhalten spürbar verbessern.

Ob es sich um eine Gabel mit offenem Ölbad oder geschlossener Kartusche handelt, ist dabei egal. Bei Modellen mit offenem Ölbad kann es dadurch während der Tour vorkommen, dass aus den oberen Dichtungen am Standrohr mehr Öl heraus gedrückt wird als das normalerweise der Fall ist. Keine Panik – das ist normal und dient zusätzlich der verbesserten Reibung und der Reinigung. Natürlich sollten keine großen Ölmengen austreten – ein dünner kaum sichtbarer Ölfilm ist aber normal.

Entgegen einer verbreiteten Meinung, dass durch das Drehen des Rades die Scheibenbremsen Schaden nehmen oder gar Luft in die Leitungen eintritt, sind nicht richtig. Bei hydraulischen Scheibenbremsen handelt es sich um ein geschlossenes System, welchem egal ist, in welcher horizontalen oder vertikalen Lage es sich gerade befindet.

Weiterhin ist es sinnvoll, die von außen erreichbaren Dichtungen zwischen Stand- und Tauchrohren zu ölen. Hierfürempfiehlt sich am besten ein Kriechöl, das auf die Dichtungen gesprüht werden kann. Die Firma Brunox hat speziell dafürdas Federgabel-Deo auf den Markt gebracht. Beim Sprühen ist darauf zu achten, dass der Sprühnebel nicht auf der Bremsscheibe landet. Dadurch würde die Bremse ihre Funktion verlieren. Falls es doch passiert – einfach etwas Bremsscheibenreiniger (der vom Auto geht auch) auf die Bremsscheibe sprühen und verdunsten lassen.

Was tun, wenn es unterwegs Probleme gibt?

Die Vorgehensweise bei Problemen während der Tour hängt davon ab, wo das Problem liegt. Ist ein Spiel zwischen den Lagern spürbar, sollte das Rad nur noch geschoben werden. Spiel tritt zum Beispiel auf, wenn der Steuersatz einen Defekt hat oder die Buchsen an der Federgabel Ärger machen. Mit einer „klappernden“ Gabel weiterzufahren kann lebensgefährlich sein! Die Gabel, speziell der Gabelschaft, gehört zu den am stärksten belasteten Teilen am Fahrrad.

Eher selten kann auch der Fehler auftreten, dass die Gabel absackt und der Federweg „weg“ ist. Dies kann durch einen Luftverlust verursacht werden und deutet auf undichte, kaputte oder spröde Dichtungen hin. In diesem Fall sollte man auch lieber schieben, oder mit langsamem Tempo nach Hause rollen und die Dichtungen in einer Werkstatt ersetzen lassen.

Weitere Informationen bezüglich der Vorbereitung des Rades auf eine längere Tour sind auch auf der Website www.paradisi.de zu finden.

Nach der Tour

Nach der Tour reinigt man am besten die Abstreiferdichtungen an der Gabel. Hier fängt sich meist viel Staub und bei feuchten Bodenverhältnissen auch Dreck und Matsch. Abgesehen von der Gabel sollte man auch Umwerfer, Schaltung und der Kette Beachtung schenken. Hier ebenfalls den groben Schmutz mit einem Lappen entfernen “ und fertig ist das Bike für die nächste Tour.

Foto: © Guenther Linder / pixelio.de

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