Kaufberatung

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Bei der Auswahl einer neuen Federgabel gibt es einiges zu beachten. In diesem Artikel erläutern wir alle Kriterien in verständlicher Art und Weise.

Mit einer neuen Gabel wird dein Spaß auf dem Bike garantiert steigen,  so viel ist sicher!

Bei der Auswahl der richtigen Gabel sind folgende Punkte zu beachten

  • Laufradgröße
  • Federweg
  • Gabelschaftdurchmesser
  • Achse / Achssystem

1. Laufradgröße

Im Laufe der Zeit hat sich 26 Zoll als Standard-Laufradgröße für Mountainbikes etabliert. In den letzten Jahren kommen aber immer mehr 29″ Bikes auf den Markt und werden auch immer mehr gekauft.

Ebenso erlebt 27,5″ (auch 650B genannt) einen Aufschwung, die Industrie bezeichnet diese Größe sogar als neuen Standard.

Viele Federgabeln kommen in allen drei Varianten. Natürlich wählt man die passende Größe, die man auch bei den Laufrädern hat.

2. Federweg

Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal von Federgabeln ist der Federweg. Je nach Federweg werden Gabeln in Kategorien eingeteilt. Üblich sind von 80 mm (Cross Country) bis 200 mm (Downhill).

Der Federweg einer neuen Gabel sollte ungefähr dem Federweg der alten Gabel entsprechen. Man darf leicht variieren, eine Gabel mit 120 mm wäre auch noch in Ordnung.

Allerdings muss vorher überprüft werden, bis zu welchem Federweg ein Rahmen zugelassen ist. Dies können Sie am besten beim Hersteller oder Händler nachfragen.

Mit mehr Federweg verändert sich die Geometrie eines Rades. Man sagt, dass 10 mm mehr Federweg den Lenkwinkel um 1 Grad verändern.

Beim Wechseln von 100 auf 120 mm würde sich der Lenkwinkel um rund zwei Grad ändern, und das Lenkverhalten dadurch etwas träge werden.

3. Gabelschaftdurchmesser

Der Gabelschaft ist das Rohr an der Federgabel, welches in den Rahmen (in das Steuerrohr) geschoben wird und an dem der Vorbau befestigt wird.

Als Durchmesser hat sich der Standard von 1 1/8 Zoll etabliert.

Viele Rahmen der letzten Jahre weisen aber auch häufig sogenannte „Taper“ oder „tapered“ Gabelschäfte auf. Dies sind sich konisch verjüngende Rohre, die unten den Durchmesser 1,5″ und oben 1 1/8″ besitzen. Diese Gabelschäfte erhöhen die Steifigkeit und sind sicherer.

Beim Kauf einer Gabel ist unbedingt darauf zu achten, welchen Innendurchmesser das Steuerrohr des Rahmens hat. Meist wird das wie erwähnt 1 1/8″ (= 2,86 cm) sein. Läuft das Steuerrohr dagegen konisch, wird es sich um ein Taper-Steuerrohr handeln.

Inzwischen gibt es auch Gabeln mit durchgehendem 1,5″ Schaft. Diese sind oft in Freeride-Gabeln anzutreffen.

4. Achse / Achssystem

Der letzte Punkt ist die Achsaufnahme. Die Nabe eines Laufrades wird auf einer Achse geführt die unterschiedliche Durchmesser haben kann. Achsen mit normalem Schnellspanner haben eine Achse mit einen Durchmesser von 9 mm.

Seit einigen Jahren werden anstelle von Schnellspannern immer mehr Steckachsen eingesetzt. Sie sind ein weiteres Mittel, um die Steifigkeit zu erhöhen. Es gibt Steckachsen mit 15 mm und 20 mm Durchmesser.

Beim Kauf einer Federgabel ist also auch darauf zu achten, dass die Achsaufnahme der Gabel und das Laufrad dieselbe Achse nutzen können. Sonst muss das Laufrad mitgetauscht werden. Es gibt allerdings auch Adapter-Bausätze, womit unterschiedliche Systeme kombiniert werden können.

5. Zusammenfassung

Hier gibt es noch einmal eine Liste mit allen Standards und Größen, die es derzeit am Markt gibt und die es zu unterscheiden gilt, wenn eine neue Federgabel angeschafft werden soll.

Laufradgrößen: 26″, 27,5″ (650B) und 29″

Federweg: von 60 mm bis 230 mm

Gabelschaftdurchmesser: 1 1/8″, tapered (1,5″ unten zu 1 1/8″ oben), 1,5″ durchgehend ; 1 1/4″ (alter Standard für Rahmen mit ungefederten Gabeln)

Achsen: 9 mm Schnellspanner, QR 15 bzw. 15 mm Steckachse, QR 20 bzw. 20 mm Steckachse

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